Erzählcafé – ab 13.03.2024

Michael.merz@ekir.de oder unter der Rufnummer: 02686/9 87 23 30

Lesung mit Sonja Roos „Die Sonntagsschwestern“

Gemeinsames Treffen der Frauen- und Seniorenkreise aus der Region

Die Frauen- und Seniorenkreise aus Birnbach, Mehren-Schöneberg und Flammersfeld treffen sich gemeinsam

am Mittwoch, den 10. April 2024

um 14.30 Uhr im

ev. Gemeindehaus Raiffeisenstraße 48 in Flammersfeld.

Die bekannte Autorin Sonja Roos, deren Wurzeln in Flammersfeld liegen, stellt ihr neues Buch: „Die Sonntagsschwestern“ vor und wird daraus lesen.

Hier ein kurzer Einblick in den Klappentext des Buches.

Hanne, Mone und Jessy wurden schon früh von ihrem Vater verlassen – und damit auch von ihrer Mutter, die in tiefe Depressionen fiel und kaum noch für ihre Kinder sorgen konnte. Auf sich gestellt gaben die Schwestern einander Halt und wurden ein eingeschworenes Team. Doch Jahre später haben sie sich auseinandergelebt, und nur das sonntägliche Mittagessen bei Hanne verbindet die Familie. Das ändert sich, als bei Hanne eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird. Ein Weckruf für Jessy und Mone, endlich ihre Probleme in den Griff zu bekommen, um für Hanne da sein zu können. Doch wird es den Sonntagsschwestern gelingen, ihren alten Zusammenhalt wiederzufinden, bevor es zu spät ist?

Da für diesen Nachmittag ein gemeinsames Kaffeetrinken vorgesehen ist, werden die interessierten Teilnehmer*innen gebeten, sich über ihre Gruppen anzumelden.

Elke Schumann

Karnevalsandacht im Februar 2024

HERR, du erforschest mich und kennest mich. 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. 4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wüsstest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. 7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, 12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. 13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Psalm 139, 1-14

Liebe Gemeinde,

die närrische Zeit hat schon längst wieder begonnen. Karneval und Fasching treiben auf die Höhepunkte Weiberfastnacht und Rosenmontag zu. Eigentlich bin ich als Norddeutscher ein „Karnevalsmuffel“. Aber der Faszination und der Begeisterung zu Karneval kann auch ich mich nicht entziehen.

Als was haben Sie sich vor kurzem oder vor langen Jahren verkleidet? Der Geschmack der Kostüme verändert sich über die Jahre. Aber so verschiedene Kostüme bleiben Pirat, Prinzessin, Fee oder Zauberer.

 Zur Karnevalszeit können wir uns kostümieren und sein, wer immer wir sein wollen. Der Karneval gibt uns ein Stück „Narrenfreiheit“, mit einem zwinkernden Auge unbekannte Seiten an uns freizulegen. Wir verkleiden uns eigentlich gar nicht, sondern legen unsere unbekannten Seiten offen: Ein Stück Abenteuerlust als Pirat, viel Humor als Clown oder als Zauberer, der mit einem Zauberstab eben einmal die Welt verändern kann. Mit Clownsnase, Perücke oder Zauberstab bin ich vielleicht oft, der ich gerne sein möchte.

Karneval ist ein ganz kleiner Augenblick von Gottes Blick auf jede und jeden von uns, ein ganz unverstellter Blick hinter die Fassade, auf alte heimliche Träume, versteckte Wünsche und vielleicht sogar Sehnsüchte, die wir so gern verstecken.

An Karneval dürfen wir einen Blick erhaschen, wie Gott die Menschen sieht, so wie er sie geschaffen hat. Mit all unseren Schwächen und Stärken, unterschiedlichen Mentalitäten und Veranlagungen. Gott kennt uns mit und ohne Maske! Er schaut auf unser Herz, Gefühl und Verstand. Vor ihm können uns nicht verstecken, ihm nichts vormachen.

Auch an Karneval dürfen wir Gottes Gesicht sehen, sein Antlitz, ein Gesicht voller Liebe und Erbarmen – für alle Menschen. Wenn wir Karneval feiern, dürfen wir unsere inneren und äußeren Masken ablegen und ehrlich und unbeschwert das Leben feiern mit allem, was uns Freunde macht. Gott feiert in den Tagen das Leben mit uns.

Am Aschermittwoch ist es bekanntlich wieder mit dem Karneval  vorbei. Der Aschermittwoch schafft nach den tollen Tagen schon ein wenig Tristesse bei vielen Karnevalisten. Die Verkleidung ist ablegt; wir sind nicht mehr Stadtsoldat, nicht mehr Prinzessin, Zauberer oder gute Fee. Der Aschermittwoch ist wieder die Normalität. Vor Gott brauchen wir unsere seelischen Narben sich zu verstecken, unsere Enttäuschungen und Verletzungen. Ungeschminkt sozusagen können wir Gott begegnen.

An Karneval schließt sich die Passionszeit an. Sozusagen das Gegenteil vom Karneval und Fasching: Eine ernste und nachdenkliche Zeit. Eine traditionelle einschneidende Stimmungswende für Christinnen und Christen um 180 Grad. Wie gut ist es, dass Jesus unser Retter und Freund ist: Unser Fürsprecher bei Gott. In der Passionszeit fragen wir uns, wo stehen wir und wo wir hinwollen.

Im 139. Psalm heißt es: Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Vor Gott brauchen wir nicht zu fliehen und uns zu verstecken. In der Passionszeit dürfen wir Gott begegnen, Vertrauen wagen, auch mit unseren nicht so perfekten und dunklen Seiten. Nach dem Augenzwinkern im Karneval kommen wir Gott auf einer anderen Spur näher in Ernsthaftigkeit und Stille.  Wie gut, dass uns Gott so wunderbar gemacht hat, uns fröhliche und heitere Stunden schenkt und wiederum uns ernsthaft stimmt. Ihnen allen wünsche ich eine erfüllte Zeit der Passion. So sei es! Amen!

Ihr Karsten Matthis, Pfarrer

Andacht zur Jahreslosung 2024

Jahreslosung 2024 (5a), 1. Korinther 16,14, in der Übersetzung der Lutherbibel 2017

„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“, schrieb der Apostel Paulus etwa 50 n. Chr. den Korinthern.  Die griechische Stadt Korinth war damals eine Weltstadt, in der viele Menschen unterschiedlicher Kulturen und Mentalitäten auf einander prallten.

So geschah es auch in der dortigen frühchristlichen Gemeinde zu Korinth, in welcher oft und viel gestritten wurde. Überliefert ist der Streit ums Abendmahl: Wer ist zugelassen, wie und in welcher Form wird es gefeiert? In Korinth ereignete sich vieles nicht in Liebe und in Respekt, sondern es ging hart zur Sache. Die kleine christliche Gemeinde war ein Spiegelbild der lebendigen Hafenstadt Korinth, in der es für die damaligen Zeit hektisch und aufgeregt zuging.

Hektisch und aufgeregt sind auch die Zeiten heute: Immer mehr an Digitalisierung prägt unser Leben. Viele Zeitgenossen meinen wohl nicht ganz zu Unrecht, dass es immer anonymer zugehe. Wir unterhalten uns mit Computern, wenn beispielsweise telefonisch eine Auskunft erbitten. Viele Kontakte mit Institutionen oder Behörden empfinden wir daher als unpersönlich und manchmal wenig respektvoll.

Nicht nur hektisch und spannungsgeladen ist unsere Welt, sie bleibt zerrissen und aggressiv, gar unerlöst und gar „von allen guten Geistern verlassen“. Uns bereiten die Konfliktherde, die anhaltenden Kriege in der Ukraine und Israel/ Gaza, große Sorgen! Wie leicht könnte der Funke schnell auf andere Länder überspringen.

Aber auch in unserer Gesellschaft werden oft Ellenbogen eingesetzt, da wird heftig um soziale Teilhabe und Recht gestritten. Vieles geschieht nicht in Liebe, sondern aus einem Interessenskonflikt heraus, eben in Formen harter Auseinandersetzungen, denken wir beispielsweise an den aktuellen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn.

Im Großen wie im Kleinen: Einander liebevoll zu begegnen, kann nicht befohlen werden. So sind unsere Sympathien ungleich verteilt. Im engsten Familienkreis einander zu lieben und sich liebevoll zu begegnen, mag noch klappen. Schon bei tagtäglichen Begegnungen mit anderen Mitmenschen wird es schwierig. Mit einigen Nachbarn, die tagtäglich die Einfahrt zuparken und ansonsten nicht gerade höflich sind, ist es schon herausfordernd. Mit dem ewig schimpfenden und nörgelnden Kollegen bei der Arbeit ist noch schwieriger. Menschen, die eine „negative Energie“ ausstrahlen, meiden wir. Und wie kann ich Menschen lieben, die uns so fern sind.

Auch wenn ich es jeden Tag versuche, jeden Menschen als von Gott geliebt anzuschauen, begegne ich nicht jedem Menschen in der gebotenen Liebe. Vielen Mitmenschen treten wir mit großer Skepsis und Distanz gegenüber. So ein weites Herz, allen und jedem respekt- und liebevoll jederzeit zu begegnen, besitzen wir nicht.

„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ Was bedeuten die Worte des Paulus für unser Leben? Sie bedeuten nicht, allem Streit aus dem Weg zu gehen und Auseinandersetzungen zu vermeiden. Meinungsverschiedenheiten sind normal. Es ist auch natürlich, dass Menschen unterschiedliche Interessen haben. Konflikte müssen ausgetragen werden. Aber es sollte immer respektvoll und fair zugehen.

Um unsere menschlichen Schwächen zu überwinden, brauchen wir die Verbindung zu Jesus. Menschen brauchen die Verbindung zu dieser Liebe, um eigene Schwächen zu überwinden, um auch unter Druck standhalten zu können und um liebevoll füreinander da sein zu können.

In unglaublicher Geduld und Nachsicht begegnete Jesus seinen Mitmenschen. Von seinem Weg der Liebe ließ sich der Mann aus Nazareth nicht abbringen. Er machte seinen Zuhörern immer wieder klar, dass jeder Mensch von Gottes Liebe getragen wird. Das Gebot der Nächstenliebe stellte er in die Mitte seiner Verkündigung.

Paulus hat das Evangelium Jesu im hohen Lied der Liebe (1. Kor. 13) aufgenommen. Im Brief an die Korinther hat er die Liebe eingehend beschrieben als sanftmütig und ehrlich, nicht nachtragend und ohne falsch. Ja, die Liebe Gottes ist ewig und unerschütterlich.

Ich wünsche Ihnen von Herzen für das neue Jahr 2024, dass Sie die Liebe Gottes als eine Kraftquelle für ihr Leben erfahren.

Gott stärke Sie in allem, was Sie an Schwerem zu tragen haben – auch durch liebevolle Menschen an Ihrer Seite. Helfe Gott Ihnen, was Sie tun, in Liebe zu tun!

Möge für Sie so 2024 ein Jahr der Liebe werden und für diese Welt ein Jahr auf dem Weg zum Frieden! Amen.

Karsten Matthis, Pfarrer

Gottesdienst mit Liedpredigt „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ 21. Januar (3. Sonntag nach Epiphanias)

Der Choral von Philipp Nicolai (eg 70) „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ gehört zu den bekannten Liedern in der Epiphanias Zeit. Text und Melodie gehen auf Philipp Nicolai (1556-1608) zurück, der den Choral im Zeitalter der Gegenreformation schrieb. Das Lied wurde in viele Sprachen übersetzt und findet sich auch in katholischen Gesangbüchern.

Als Morgenstern wird in der Regel der Planet Venus bezeichnet, weil er kurz vor Tagesanbruch zu sehen ist. Er steht für das kommende Licht Gottes, welches die Dunkelheit der Welt überwindet. In Offenbarung 22,16 wird Jesus Christus als Morgenstern bezeichnet.

Der Dichter Julius Sturm (1816-1896) schrieb ein Gedicht zu dem Choral, welches „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ zur weiteren Popularität verhalf. Die Predigt von Karsten Matthis bezieht sich auf das Gedicht von Julius Sturm, der Pfarrer und Dichter in Bad Köstriz (Thüringen) war.

Julius Sturm – 1886

Mutig und stark durchs neue Jahr!

 Sei mutig und stark“, der Halbvers aus dem alttestamentlichen Josua Buch (Jos. 1,9) ist ein beliebter Tauf- und Konfirmationsspruch. Zudem ist der Vers Titel eines populären Lieds im Kindergottesdienst.

Der Vers ist so beliebt, weil von diesem Segen eine positive Botschaft ausgeht. Gott spricht Josua seinen reichen Segen zu. Josua wird als Nachfolger des Moses sein Volk Israel ins gelobte Land führen. Auf diesem gefährlichen Weg durch Wüsten mit wilden Tieren und Gebieten verfeindeter Stämme braucht Josua Mut und Stärke. Er soll sich nicht fürchten vor den vielen Gefahren, die vor ihm liegen.

„Mut und Stärke“ können wir uns am Anfang eines neuen Jahres nicht allein zusprechen. Wir sollen uns nicht „grauen“ (fürchten) vor möglichen Gefahren und Schwierigkeiten im neuen Jahr.

Wir brauchen Mitmenschen, die uns liebevoll und hilfreich durch das Jahr 2024 begleiten. Nicht immer vermögen wir es, uns ständig im Alltag zu motivieren. Nicht jedem ist es gegeben, zu jeder Zeit mutig und stark zu sein. Wir halten uns oft eher zurück und beobachten vorsichtig, wie sich Dinge entwickeln.

Mut und Stärke dürfen Christenmenschen aus der Kraft Gottes schöpfen, so wie es Paulus einst ergangen ist. Der Apostel war nicht aus sich selbst heraus mutig und stark, vielmehr von kleiner Gestalt und oft kränklich. Paulus erfuhr aber, Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Kor. 12, 8).

Gottes Kraft befähigt uns, mutig und stark zu sein. Mut und Stärke machen uns frei. Wenn wir uns von anderen angenommen und geliebt fühlen, dann entwickeln wir Selbstvertrauen und Courage. Gott will uns diese Kraft schenken, weil er uns nicht verängstigen und niederdrücken will, sondern uns zu verantwortlichen und liebenden Menschen bestimmt hat.

Wir können in 2024 scheitern und Fehler begehen, werden aber von Gott geliebt und immer wieder angenommen. Gott sei Dank: Wir dürfen gelassen, mutig und stark durchs Leben gehen, weil das Evangelium eine Kraft Gottes ist, die selig macht alle, die daran glauben (Röm. 1, 16).

Ihnen wünsche ich im neuen Jahr „ein Schuss“ Optimismus, eine ungebrochene Zuversicht, viel Geduld und Gottes reichen Segen in 2024!

Ihr

Karsten Matthis, Pfarrer

Viele Hände schaffen viel – Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler gesucht

Liebe Mitglieder der Kirchengemeinde Flammersfeld,

unser neuer Gemeindebrief, Brief der drei Gemeinden der Region, sucht Austrägerinnen und Austräger. Der Gemeindebrief ist das Kommunikationsmedium für die Gemeindemitglieder und Interessierte in Birnbach, Flammersfeld und Mehren-Schöneberg. Neben Familiennachrichten, Andachten und Berichten über Veranstaltungen finden sich viele interessante Themen der Zeit aus christlicher Sicht im Gemeindebrief. Um die Zeitung der Gemeinden an alle „evangelischen“ Haushalte zu bringen, suchen wir Austrägerinnen und Austräger insbesondere in Flammersfeld und Oberlahr. Wer Spaß und Freude daran hat, den Gemeindebrief drei- bis viermal im Jahr auszutragen, melde sich bitte im Gemeindebüro.

Ferner suchen wir in Flammersfeld aktive Menschen, die am Sonntag Menschen aus den Werkstätten der Lebenshilfe zum sonntäglichen Gottesdienst begleiten. Sie können dies zu Fuß tun, indem sie Rollstühle schieben oder mit Ihrem Auto Bewohner der Werkstätten mit Einschränkungen die Raiffeisenstraße hinunter bis zur Kirche bringen. Die Bitte ist von den Werkstätten an die Kirchengemeinde herangetragen worden. Bitte helfen Sie Menschen „Hürden“ zu überwinden.

Weitere Informationen zu diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhalten Sie im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Flammersfeld unter Telefon 02685-242 oder per E-Mail flammersfeld@ekir.de.  Bitte unterstützen Sie unsere kirchliche Arbeit. Besten Dank!

Gute adventliche Grüße

Karsten Matthis, Pfarrer

Herzliche Einladung zu unseren Weihnachtsgottesdiensten

Liebe Mitglieder der Kirchengemeinde, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

wir laden herzlich zu unseren Weihnachtsgottesdiensten ein:

Sonntag, 24. 12. Familiengottesdienst mit Krippenspiel um 15.00 Uhr

Christvesper um 17.00 Uhr mit dem Chor Chorussal, Flammersfeld unter der Leitung von Wolfram Hartleif. „Es waren Hirten auf dem Felde“  

Montag, 25.12. 1. Weihnachtstag um 10.00 Uhr. Wir feiern einen festlichen Gottesdienst mit unseren Nachbargemeinden. „Die Liebeserklärung Gottes“

Dienstag, 26.12. 2. Weihnachtstag um 10.00 Uhr in Weyerbusch. Liedergottesdienst mit dem Birnbacher Posaunenchor

Ihnen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest,

Ihr Pfarrer Karsten Matthis

Ende des Kirchenjahres- Sonntage der Nachdenklichkeit und des Erinnerns

Volkstrauertag und der Ewigkeitssonntag (Totensonntag) sind mit Trauer verbunden. Am Volkstrauertag wird der vielen Kriegstoten gedacht, die durch das Kriegsgeschehen ums Leben gekommen sind. Auf dem Flammersfelder Friedhof finden sich viele Kriegsgräber von Soldaten, die in den Kämpfen um die Brücke von Remagen starben. Wie in jedem Jahr wird nach dem Gottesdienst am 19.11. um 11.00 Uhr in einer Gedenkstunde den Opfern des Krieges auf dem Flammersfelder Friedhof gedacht.

Am letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Ewigkeitssonntag, erinnern sich Christen an die Verstorbenen und an das ewige Leben, in das sie eingegangen sind. In der Bibel steht der Begriff Ewigkeit für die alle Zeiten umfassende Allmacht Gottes. Alle Zeit liegt in Gottes Hand. Während die Schöpfung und der Mensch der Endlichkeit unterliegen, regiert Gott „von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

Kerzen zum Ewigkeitssonntag

Am Ewigkeitssonntag werden die Namen der Gemeindemitglieder verlesen, die im Laufe des Jahres verstorben sind. Die Familien nehmen den Tag zum Anlass, die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen und zu schmücken. So hat der Tag für Protestanten eine ähnliche Bedeutung wie Allerseelen am 2. November für Katholiken.

Friedrich (Muck) Lamberty:

Prophet, Wanderprediger & Begründer der „Neuen Schar“ein Stück Geschichte des Westerwaldes

Muck Lamberty (1891-1984) war eine charismatische Persönlichkeit, der in 1920 Jahren mit seiner „Neuen Schar“ für Aufsehen sorgte. Als Teil der Wandervogel- und Reformbewegung sammelte er viele junge Menschen um sich, die ihn verehrten.

Ingo Lamberty, Journalist beim WDR, stellte am 06. November seinen Großvater anhand von Zeitzeugnissen und einem filmischen Portrait vor. Als 14jähriger verließ der sein Elternhaus und lernte auf seiner Wanderschaft verschiedene Berufe in Handwerk und Handel kennen. So arbeitete er im Reformhaus zu Stuttgart und leitete eine Filiale im österreichischen Brünn. Den 1. Weltkrieg erlebte Muck Lamberty als Marinesoldat auf Helgoland.

Wie verunsichert die Menschen nach dem Ende des Kaiserreiches waren, erlebte er in den frühen 1920er Jahren. Muck Lamberty entwickelte Gedanken zur „Revolution der Seele“ und propagierte die Selbstentdeckung der Menschen. Auf Wanderschaft predigte er zu seinen Anhängern, sang und tanzte mit ihnen. Seine ökologische Bewegung sah er als „Bund von Freunden“, die in Bayern und Thüringen startete.  Auf dem Vorplatz des Erfurter Doms sammelte er 10.000 Menschen zum Tanz. Sein Liederbuch „Unter der Linde“ erreichte eine Rekordauflage von 100.000 Exemplaren.

Muck Lamberty wurde ein Stück Westerwälder Zeitgeschichte, als er sich mit seiner Familie Anfang der 1950er Jahre in Oberlahr niederließ und eine Kunstwerkstatt gründete. Seine Holzschnitzerei, die kleinere Einrichtungsgegenstände und Spielzeug vertrieb, erreichte hohe Absatzzahlen. Zuvor hatte er Naumburg verlassen müssen, da die DDR-Oberen keine Privatfirmen in nennenswertem Umfang zuließen.

Anschaulich schilderte Ingo Lamberty das bewegte Leben seines Großvaters anhand Anekdoten und Zeugnissen aus der Zeit. Rund 90 Zuhörer folgten gespannt seinen Ausführungen und stellten verschiedene Fragen. Auch dessen Interesse an Naturheilkunde und gesunder Ernährung wurde thematisiert.

Die Veranstaltung zu Muck Lamberty wurde gemeinsam mit dem Schulreferat Altenkirchen durchgeführt. Schulreferent Martin Autschbach leitete den höchst informativen und kurzweiligen Nachmittag im Flammersfelder Gemeindesaal.